Aufgaben-Set

Daten & Privatsphäre

Lennart Hesse-Sörnsen

CC BY-SA 4.0/Medienradar, 09/2021

Zielgruppe: Klasse 7/8, Klasse 9/10, Klasse 11/12
Fächeranbindung: Deutsch, Ethik, GeWi, Politische Bildung
Zielgruppe:
Fächeranbindung:

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Tafel/Whiteboard
  • Plakat/Stifte
  • Video
  • Arbeitsblatt

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

1. Video, offenes Unterrichtsgespräch: Zum Einstieg wird der Clip Was postest du? | FräuleinChaos|#deineKontrolle gezeigt. Die Influencerin berichtet von einem unangenehmen Treffen mit einem Follower.

Mögliche Anschlüsse sind:

  • Was ist hier passiert?
  • Was meint Fräulein Chaos mit „Kontrolle über ihre Daten“ und warum hat sie das Gefühl, die „Kontrolle“ verloren zu haben?
  • Was hat Fräulein Chaos daraus gelernt und welchen Tipp gibt sie?
  • Habt ihr schon mal was gepostet, was ihr später bereut habt?

2. Positionslinie, Diskussion: Mithilfe der Methode Positionslinie geben die Schüler:innen ihre Einschätzung zur Frage „Würdest du das posten“? Zwei Karten mit den Antworten „Ja“ und „Nein“ liegen jeweils an den Endpunkten der Linie. Die Schüler:innen sollen sich zwischen den zwei Antwortmöglichkeiten positionieren. Im Anschluss an die jeweilige Frage können verschiedene Standpunkte diskutiert werden. Warum würdet ihr XY (nicht) posten?

„Würdest du das posten?“

  • Familienfotos
  • Fotos mit dem:der Partner:in
  • Fotos aus dem Urlaub
  • Leicht bekleidete Fotos (Bikini, Badehose)
  • Fotos vom Konzert
  • Fotos beim Sport / von anderen Hobbys
  • Fotos mit Freund:innen
  • Fotos aus dem eigenen Zimmer
  • Partyfotos

3. Arbeitsblatt, Partnerarbeit: Die Schüler:innen füllen ggf. zu zweit das Arbeitsblatt „Was postest du?“ aus.

ARBEITSBLATT_Was postest du?    W  P

Im Anschluss werden die Antworten gemeinsam besprochen. Mögliche Antworten:

Frage 1:

  • Selbstdarstellung
  • Ein Weg, mit seinen Freund:innen zu kommunizieren
  • Wunsch nach Anerkennung (durch Likes/Kommentare)
  • Berufswunsch Influencer:in —> Geld verdienen

Frage 2:

  • Fühle ich mich damit wohl? Sehe ich auf dem Bild gut aus?
  • Sind auf dem Bild Leute zu sehen? —> Einverständnis?
  • Könnte ich es irgendwann bereuen, das Bild gepostet zu haben?
  • Wirke ich auf dem Bild sympathisch? Oder erzeugt das Foto möglicherweise Neid?

Frage 3:

  • Negative Kommentare/Mobbing
  • Je mehr Leute davon wissen, desto angreifbarer mache ich mich
  • Irgendwann „holt das Bild mich ein“ —> Partybilder werden von künftigen Arbeitgeber:innen gesehen oder ich fühle mich mit dem Bild nicht mehr wohl

Frage 4:

  • Könnte sein, weil wir auf Instagram oft nur die „Schokoladen-Seite“ zu sehen bekommen: Urlaubsfotos, perfekte Körper, aufregende Geschichten, glückliche Menschen —> lädt dazu ein, neidisch zu werden
  • Andererseits: kann auch inspirierend oder einfach unterhaltend wirken, hängt sehr stark von den Profilen ab, denen ich folge und wie viel Zeit ich auf Instagram verbringe

4. Mögliche Abschlussaufgabe – Gruppenarbeit, Plakat: Die Schüler:innen entwerfen in Kleingruppen ein Plakat zum Thema „Think before you post“. Gefahren und Tipps können kreativ visualisiert werden.

Downloadbereich:

ARBEITSBLATT_Was postest du?    W  P

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Tafel/Whiteboard
  • Kreide/Stifte
  • Video
  • Arbeitsblatt
  • Smartphone

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

1. Offenes Unterrichtsgespräch, Diskussion: Die Schüler:innen werden zum Einstieg gefragt, ob jemand von ihnen etwas zu verbergen hat. Möglicherweise wird auf die Frage in dieser Form nur zögerlich reagiert. Eine Anschlussfrage könnte lauten:

„Wer von euch gibt der Lehrkraft sein Smartphone (entsperrt bzw. inkl. Passwort)?“

Die Schüler:innen diskutieren, welche Gründe dagegen sprechen, das eigene Smartphone zu zeigen. Eine andere Frage könnte sein:

„Würdet ihr euren Eltern bzw. Freund:innen euer Smartphone anvertrauen?“

Gründe, die dagegen sprechen, könnten sein: private Fotos, Nachrichten, persönliche Notizen, Dating-Apps, Banking-Apps/Banking-Daten, Apps von Krankenkassen —> es wird deutlich, warum gute Passwörter wichtig sind und warum man ab und zu auch mal sein Smartphone „aufräumen“ sollte.

2. Video, Partnerarbeit: Die Schüler:innen schauen sich den Clip Ich habe doch eh nichts zu verbergen an. Zu zweit überlegen sie, warum Privatsphäre wichtig ist. Warum sollten wir sie schützen? Was würde sich verändern, wenn wir z. B. wüssten, dass jemand permanent „mitliest“?

Mögliche Argumente:

  • Freie Meinungsäußerung
  • Persönliche Entfaltung
  • Etwas Neues lernen / tue ich eher, wenn ich mich nicht beobachtet fühle
  • Eigene Sexualität und sexuelle Orientierung erkunden
  • Sich ausprobieren (z. B. ein neues Hobby)

3. Einzelarbeit, Text & Arbeitsblatt: Eine App, die fast alle nutzen, die aber aufgrund von mangelhaftem Datenschutz immer wieder in der Kritik steht, ist WhatsApp. Die Schüler:innen lesen den Artikel Diese Daten greift WhatsApp von Ihrem Handy ab von Adrian Mühlroth und Rita Deutschbein (Techbook, 2020). Im Anschluss beantworten die Schüler:innen mithilfe des Arbeitsblattes „WhatsApp“ die Fragen zum Text.

ARBEITSBLATT_WhatsApp    W  P

Antworten:

  • Frage 1: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass Nachrichten beim / bei der Sender:in verschlüsselt und dann beim / bei der Empfänger:in wieder entschlüsselt werden. WhatsApp hat keine Möglichkeit, die Nachricht zu lesen.
  • Frage 2: Man sollte seine Nachrichten nicht als Back-up in einer Cloud speichern, weil dann die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht mehr gewährleistet ist und die Nachrichten z. B. auch bei einem Hacker-Angriff leichter einzusehen sind.
  • Frage 3: Alle ankreuzen außer „Nachrichteninhalte“ und „Anrufinhalte“.
  • Frage 4: Hier könnte nochmal darauf eingegangen werden, dass Apps wie Signal oder Threema genauso gut als Messenger nutzbar sind wie WhatsApp, allerdings oft zu wenig verbreitet, sodass ein Wechsel  spürbare soziale Folgen hätte.

4. Einzelarbeit: Wie die Schüler:innen im Artikel erfahren haben, hat WhatsApp Zugriff auf das Profilbild der Nutzer:innen. Deshalb empfehlen Datenschützer:innen, am besten keine zu privaten bzw. persönlichen Fotos zu nutzen. Die Schüler:innen sollen deshalb ein kreatives Profilbild erstellen, das ihnen selbst gut gefällt und auf dem ihr Gesicht nicht zu erkennen ist. Die Fotos können im Anschluss gemeinsam angeschaut und besprochen werden.

Downloadbereich & Links:

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Tafel/Whiteboard
  • Kreide/Stifte
  • Video
  • Arbeitsblatt

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

In dieser Aufgabe soll es um das Sammeln und Verarbeiten von Daten durch große Plattformen gehen und wie wir für diese mit unseren Daten bezahlen.

1. Video, Diskussion: Zu diesem Thema schauen die Schüler:innen den Clip Wieviel weiß das Internet? | Tomatolix | #deineKontrolle (bei 2:35 stoppen)

Über folgende Fragen könnte kurz diskutiert werden:

  • Welche Erkenntnisse über die eigenen Daten haben Tomatolix besonders überrascht (Google & Facebook)? 
  • Was meint Tomatolix mit der Aussage, dass er „mit seinen Daten bezahlt“?
  • Wie verhält er sich, seitdem er sich mehr mit dem Thema beschäftigt?

Optional: Ggf. kann zum Schluss noch das Thema „Cookies“ aufgegriffen werden, das zum Schluss des Clips genannt wird. Einen guten Einblick in das Thema bietet das Video Was sind Cookies? - Deeplink - ARD Ratgeber Internet - Das Erste.

2. Offenes Unterrichtsgespräch: Im Anschluss wird den Schüler:innen eine personalisierte Begrüßungsseite von Amazon gezeigt:

Mögliche Einstiegsfragen an die Schüler:innen:

  • Was ist hier zu sehen?
  • Wenn ihr die Startseite öffnet würdet – wie würde die Seite aussehen?
  • Warum macht Amazon das?
  • Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass die Inhalte, die euch auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram vorgeschlagen werden, ziemlich gut zu euch passen? Wie kriegen die das hin?

3. Gruppenarbeit, Diskussion: Um personalisierte Werbung und die Vorschläge von Plattformen greifbar zu machen, wird folgende Übung durchgeführt (auch als Kleingruppenaufgabe möglich): Fünf Schüler:innen schreiben auf ein Blatt ihre/n

  1. Lieblings-YouTuber:in
  2. Lieblings-Band/-Musiker:in
  3. Lieblings-Game, -Serie oder -Film

Daraufhin klebt die Klasse mit Post-Its Vorschläge aus den drei Kategorien, die den fünf Schüler:innen auch gefallen könnten, weil sie ähnlich sind, auf die Blätter. Im Anschluss werden die Ergebnisse gemeinsam angeschaut. Es wird diskutiert, wie gut die Vorschläge sind.

So wird das Prinzip von Algorithmen wie „Andere Nutzer, die Produkt XY gekauft haben, kauften auch…“ deutlich. Diese funktionieren ja nur dann gut, wenn der Plattform viele Daten der betreffenden Person und von Personen mit vergleichbarem Geschmack zur Verfügung stehen.

Alternative zu 3.: Einzelarbeit, Recherche & Arbeitsblatt, Spiel:

a) Die Schüler:innen bekommen die Aufgabe, ein Werbeprofil über ihre:n Sitznachbar:in zu erstellen (Arbeitsblatt „Werbeprofil“). Zur Hilfe nehmen dürfen sie, sofern vorhanden, auch Social-Media-Profile oder andere Informationen aus dem Netz.

ARBEITSBLATT_Werbeprofil    W  P

b1) Im Anschluss werden die Blätter mit den Informationen eingesammelt. Die Besprechung der Ergebnisse wird mit einem Spiel verbunden. Alle Schüler:innen stehen auf. Die Lehrkraft liest die Abschnitte aus dem Profil vor und die Schüler:innen raten, um welche Person es sich handelt. Wer „erwischt“ wurde, setzt sich hin. Für diese Methode ist es wichtig, dass auf den Werbeprofilen der:die betreffende Schüler:in markiert wird.

b2) Alternativ kann auch die Galeriemethode genutzt werden. Hier werden die Profile (ohne Namen!) Im Klassenraum verteilt und können von der Klasse angeschaut werden.

c) Nun kann diskutiert werden, in wieweit sich die Profile unterscheiden. Ggf. ist es vielen auch gar nicht so leicht gefallen, ein Profil zu erstellen. Mögliche Schlüsse/Gedanken/Fragen dazu:

  • Die Plattformen wissen oft mehr über uns, als wir unseren engsten Freund:innen erzählen. Sie kennen Ängste, Träume, sogar sexuelle Interessen u. v. m.
  • Einzelne Personen können aufgrund weniger Informationen identifiziert werden.
  • Es ist unmöglich, sich auf Instagram zu bewegen, ohne (zumindest Instagram) etwas über seine Interessen preiszugeben.
  • Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Plattformen wie Instagram sehr genau wissen, was uns gefällt, wie viel wir am Smartphone sind etc.?

In diesem Kontext können auch die Vorteile von personalisiertem Marketing für die Nutzer:innen angesprochen werden:

  • Mir werden Produkte angezeigt, die zu mir passen und mir ggf. Freude bereiten.
  • Bei YouTube und TikTok werde ich bestens unterhalten, weil mir fast nur Videos angezeigt werden, die mich interessieren und mir Spaß machen.
  • Ich werde nicht von Werbung genervt, für die ich mich nicht interessiere (wie z. B. im TV).

Downloadbereich:

ARBEITSBLATT_Werbeprofil    W  P

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Tafel/Whiteboard
  • Plakat/Stifte
  • Video
  • Arbeitsblatt

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

1. Video, offenes Unterrichtsgespräch: Zum Einstieg wird der Clip Was postest du? | FräuleinChaos|#deineKontrolle gezeigt. Die Influencerin berichtet von einem unangenehmen Treffen mit einem Follower.

Mögliche Anschlüsse sind:

  • Was ist hier passiert?
  • Was meint Fräulein Chaos mit „Kontrolle über ihre Daten“ und warum hat sie das Gefühl, die „Kontrolle“ verloren zu haben?
  • Was hat Fräulein Chaos daraus gelernt und welchen Tipp gibt sie?
  • Habt ihr schon mal was gepostet, was ihr später bereut habt?

2. Positionslinie, Diskussion: Mithilfe der Methode Positionslinie geben die Schüler:innen ihre Einschätzung zur Frage „Würdest du das posten“? Zwei Karten mit den Antworten „Ja“ und „Nein“ liegen jeweils an den Endpunkten der Linie. Die Schüler:innen sollen sich zwischen den zwei Antwortmöglichkeiten positionieren. Im Anschluss an die jeweilige Frage können verschiedene Standpunkte diskutiert werden. Warum würdet ihr XY (nicht) posten?

„Würdest du das posten?“

  • Familienfotos
  • Fotos mit dem:der Partner:in
  • Fotos aus dem Urlaub
  • Leicht bekleidete Fotos (Bikini, Badehose)
  • Fotos vom Konzert
  • Fotos beim Sport / von anderen Hobbys
  • Fotos mit Freund:innen
  • Fotos aus dem eigenen Zimmer
  • Partyfotos

3. Arbeitsblatt, Partnerarbeit: Die Schüler:innen füllen ggf. zu zweit das Arbeitsblatt „Was postest du?“ aus.

ARBEITSBLATT_Was postest du?    W  P

Im Anschluss werden die Antworten gemeinsam besprochen. Mögliche Antworten:

Frage 1:

  • Selbstdarstellung
  • Ein Weg, mit seinen Freund:innen zu kommunizieren
  • Wunsch nach Anerkennung (durch Likes/Kommentare)
  • Berufswunsch Influencer:in —> Geld verdienen

Frage 2:

  • Fühle ich mich damit wohl? Sehe ich auf dem Bild gut aus?
  • Sind auf dem Bild Leute zu sehen? —> Einverständnis?
  • Könnte ich es irgendwann bereuen, das Bild gepostet zu haben?
  • Wirke ich auf dem Bild sympathisch? Oder erzeugt das Foto möglicherweise Neid?

Frage 3:

  • Negative Kommentare/Mobbing
  • Je mehr Leute davon wissen, desto angreifbarer mache ich mich
  • Irgendwann „holt das Bild mich ein“ —> Partybilder werden von künftigen Arbeitgeber:innen gesehen oder ich fühle mich mit dem Bild nicht mehr wohl

Frage 4:

  • Könnte sein, weil wir auf Instagram oft nur die „Schokoladen-Seite“ zu sehen bekommen: Urlaubsfotos, perfekte Körper, aufregende Geschichten, glückliche Menschen —> lädt dazu ein, neidisch zu werden
  • Andererseits: kann auch inspirierend oder einfach unterhaltend wirken, hängt sehr stark von den Profilen ab, denen ich folge und wie viel Zeit ich auf Instagram verbringe

4. Mögliche Abschlussaufgabe – Gruppenarbeit, Plakat: Die Schüler:innen entwerfen in Kleingruppen ein Plakat zum Thema „Think before you post“. Gefahren und Tipps können kreativ visualisiert werden.

Downloadbereich:

ARBEITSBLATT_Was postest du?    W  P

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Tafel/Whiteboard
  • Kreide/Stifte
  • Video
  • Arbeitsblatt
  • Smartphone

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

1. Offenes Unterrichtsgespräch, Diskussion: Die Schüler:innen werden zum Einstieg gefragt, ob jemand von ihnen etwas zu verbergen hat. Möglicherweise wird auf die Frage in dieser Form nur zögerlich reagiert. Eine Anschlussfrage könnte lauten:

„Wer von euch gibt der Lehrkraft sein Smartphone (entsperrt bzw. inkl. Passwort)?“

Die Schüler:innen diskutieren, welche Gründe dagegen sprechen, das eigene Smartphone zu zeigen. Eine andere Frage könnte sein:

„Würdet ihr euren Eltern bzw. Freund:innen euer Smartphone anvertrauen?“

Gründe, die dagegen sprechen, könnten sein: private Fotos, Nachrichten, persönliche Notizen, Dating-Apps, Banking-Apps/Banking-Daten, Apps von Krankenkassen —> es wird deutlich, warum gute Passwörter wichtig sind und warum man ab und zu auch mal sein Smartphone „aufräumen“ sollte.

2. Video, Partnerarbeit: Die Schüler:innen schauen sich den Clip Ich habe doch eh nichts zu verbergen an. Zu zweit überlegen sie, warum Privatsphäre wichtig ist. Warum sollten wir sie schützen? Was würde sich verändern, wenn wir z. B. wüssten, dass jemand permanent „mitliest“?

Mögliche Argumente:

  • Freie Meinungsäußerung
  • Persönliche Entfaltung
  • Etwas Neues lernen / tue ich eher, wenn ich mich nicht beobachtet fühle
  • Eigene Sexualität und sexuelle Orientierung erkunden
  • Sich ausprobieren (z. B. ein neues Hobby)

3. Einzelarbeit, Text & Arbeitsblatt: Eine App, die fast alle nutzen, die aber aufgrund von mangelhaftem Datenschutz immer wieder in der Kritik steht, ist WhatsApp. Die Schüler:innen lesen den Artikel Diese Daten greift WhatsApp von Ihrem Handy ab von Adrian Mühlroth und Rita Deutschbein (Techbook, 2020). Im Anschluss beantworten die Schüler:innen mithilfe des Arbeitsblattes „WhatsApp“ die Fragen zum Text.

ARBEITSBLATT_WhatsApp    W  P

Antworten:

  • Frage 1: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass Nachrichten beim / bei der Sender:in verschlüsselt und dann beim / bei der Empfänger:in wieder entschlüsselt werden. WhatsApp hat keine Möglichkeit, die Nachricht zu lesen.
  • Frage 2: Man sollte seine Nachrichten nicht als Back-up in einer Cloud speichern, weil dann die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht mehr gewährleistet ist und die Nachrichten z. B. auch bei einem Hacker-Angriff leichter einzusehen sind.
  • Frage 3: Alle ankreuzen außer „Nachrichteninhalte“ und „Anrufinhalte“.
  • Frage 4: Hier könnte nochmal darauf eingegangen werden, dass Apps wie Signal oder Threema genauso gut als Messenger nutzbar sind wie WhatsApp, allerdings oft zu wenig verbreitet, sodass ein Wechsel  spürbare soziale Folgen hätte.

4. Einzelarbeit: Wie die Schüler:innen im Artikel erfahren haben, hat WhatsApp Zugriff auf das Profilbild der Nutzer:innen. Deshalb empfehlen Datenschützer:innen, am besten keine zu privaten bzw. persönlichen Fotos zu nutzen. Die Schüler:innen sollen deshalb ein kreatives Profilbild erstellen, das ihnen selbst gut gefällt und auf dem ihr Gesicht nicht zu erkennen ist. Die Fotos können im Anschluss gemeinsam angeschaut und besprochen werden.

Downloadbereich & Links:

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Tafel/Whiteboard
  • Kreide/Stifte
  • Video
  • Arbeitsblatt

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

In dieser Aufgabe soll es um das Sammeln und Verarbeiten von Daten durch große Plattformen gehen und wie wir für diese mit unseren Daten bezahlen.

1. Video, Diskussion: Zu diesem Thema schauen die Schüler:innen den Clip Wieviel weiß das Internet? | Tomatolix | #deineKontrolle (bei 2:35 stoppen)

Über folgende Fragen könnte kurz diskutiert werden:

  • Welche Erkenntnisse über die eigenen Daten haben Tomatolix besonders überrascht (Google & Facebook)? 
  • Was meint Tomatolix mit der Aussage, dass er „mit seinen Daten bezahlt“?
  • Wie verhält er sich, seitdem er sich mehr mit dem Thema beschäftigt?

Optional: Ggf. kann zum Schluss noch das Thema „Cookies“ aufgegriffen werden, das zum Schluss des Clips genannt wird. Einen guten Einblick in das Thema bietet das Video Was sind Cookies? - Deeplink - ARD Ratgeber Internet - Das Erste.

2. Offenes Unterrichtsgespräch: Im Anschluss wird den Schüler:innen eine personalisierte Begrüßungsseite von Amazon gezeigt:

Mögliche Einstiegsfragen an die Schüler:innen:

  • Was ist hier zu sehen?
  • Wenn ihr die Startseite öffnet würdet – wie würde die Seite aussehen?
  • Warum macht Amazon das?
  • Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass die Inhalte, die euch auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram vorgeschlagen werden, ziemlich gut zu euch passen? Wie kriegen die das hin?

3. Gruppenarbeit, Diskussion: Um personalisierte Werbung und die Vorschläge von Plattformen greifbar zu machen, wird folgende Übung durchgeführt (auch als Kleingruppenaufgabe möglich): Fünf Schüler:innen schreiben auf ein Blatt ihre/n

  1. Lieblings-YouTuber:in
  2. Lieblings-Band/-Musiker:in
  3. Lieblings-Game, -Serie oder -Film

Daraufhin klebt die Klasse mit Post-Its Vorschläge aus den drei Kategorien, die den fünf Schüler:innen auch gefallen könnten, weil sie ähnlich sind, auf die Blätter. Im Anschluss werden die Ergebnisse gemeinsam angeschaut. Es wird diskutiert, wie gut die Vorschläge sind.

So wird das Prinzip von Algorithmen wie „Andere Nutzer, die Produkt XY gekauft haben, kauften auch…“ deutlich. Diese funktionieren ja nur dann gut, wenn der Plattform viele Daten der betreffenden Person und von Personen mit vergleichbarem Geschmack zur Verfügung stehen.

Alternative zu 3.: Einzelarbeit, Recherche & Arbeitsblatt, Spiel:

a) Die Schüler:innen bekommen die Aufgabe, ein Werbeprofil über ihre:n Sitznachbar:in zu erstellen (Arbeitsblatt „Werbeprofil“). Zur Hilfe nehmen dürfen sie, sofern vorhanden, auch Social-Media-Profile oder andere Informationen aus dem Netz.

ARBEITSBLATT_Werbeprofil    W  P

b1) Im Anschluss werden die Blätter mit den Informationen eingesammelt. Die Besprechung der Ergebnisse wird mit einem Spiel verbunden. Alle Schüler:innen stehen auf. Die Lehrkraft liest die Abschnitte aus dem Profil vor und die Schüler:innen raten, um welche Person es sich handelt. Wer „erwischt“ wurde, setzt sich hin. Für diese Methode ist es wichtig, dass auf den Werbeprofilen der:die betreffende Schüler:in markiert wird.

b2) Alternativ kann auch die Galeriemethode genutzt werden. Hier werden die Profile (ohne Namen!) Im Klassenraum verteilt und können von der Klasse angeschaut werden.

c) Nun kann diskutiert werden, in wieweit sich die Profile unterscheiden. Ggf. ist es vielen auch gar nicht so leicht gefallen, ein Profil zu erstellen. Mögliche Schlüsse/Gedanken/Fragen dazu:

  • Die Plattformen wissen oft mehr über uns, als wir unseren engsten Freund:innen erzählen. Sie kennen Ängste, Träume, sogar sexuelle Interessen u. v. m.
  • Einzelne Personen können aufgrund weniger Informationen identifiziert werden.
  • Es ist unmöglich, sich auf Instagram zu bewegen, ohne (zumindest Instagram) etwas über seine Interessen preiszugeben.
  • Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Plattformen wie Instagram sehr genau wissen, was uns gefällt, wie viel wir am Smartphone sind etc.?

In diesem Kontext können auch die Vorteile von personalisiertem Marketing für die Nutzer:innen angesprochen werden:

  • Mir werden Produkte angezeigt, die zu mir passen und mir ggf. Freude bereiten.
  • Bei YouTube und TikTok werde ich bestens unterhalten, weil mir fast nur Videos angezeigt werden, die mich interessieren und mir Spaß machen.
  • Ich werde nicht von Werbung genervt, für die ich mich nicht interessiere (wie z. B. im TV).

4. Echokammer & Filterblasen – Auswirkungen auf unsere Demokratie?

Nachdem die Empfehlungen möglicherweise sogar zum Teil eher positiv für Nutzer:innen wahrgenommen werden, kommen wir nun zu den möglichen Gefahren.

a) Video, offenes Unterrichtsgespräch: Zum Einstieg schauen die Schüler:innen den Clip: #kurzerklärt: Facebook und Google - Filterblasen gefährden Demokratie.

Die Schüler:innen klären ggf. Verständnisfragen und besprechen z. B. folgende Fragen:

  • Was sind Filterblasen?
  • Warum sind Filterblasen problematisch?
  • Welche Gefahren sind damit verbunden?

b) Einzelarbeit, Text & Arbeitsblatt, Diskussion: Der Begriff „Filterblase“ hat sich mittlerweile sehr stark etabliert. Der Artikel Filterblase? Selbst schuld von Simon Hurtz und Hakan Tanriverdi (Süddeutsche Zeitung, 2017) greift Kritikpunkte an der Theorie auf und liefert gleichzeitig Tipps zum Ausbrechen aus der eigenen „Bubble“. Die Schüler:innen lesen sich den Artikel durch und bearbeiten anschließend das Arbeitsblatt „Filterblasen“.

ARBEITSBLATT_Filterblasen    W  P

Antworten:

Frage 1:

  • Filterblase sei nichts Neues
  • Wirkung wird völlig überschätzt, Leute haben sich schon immer mit Gleichgesinnten umgeben
  • Studien widerlegen den Effekt, zu einige Dystopie

Frage 2:

  • Senioren —> Bevölkerungsgruppe, die am wenigsten oder gar nicht auf Facebook ist

Frage 3:

  • Eher unterhaltsame Inhalte als informative werden vorgeschlagen —> Hochzeitsfotos statt Politik

Frage 4:

  • Provinz wird von Medien vernachlässigt, Lebensrealität von Menschen außerhalb der akademischen Stadtteile fehlt In der Debatte 
  • Führte z. B. dazu, den Erfolg von Donald Trump zu unterschätzen —> weil die in der Großstadt lebende „Media Bubble“ ihm keine Chancen einräumte und zu wenig auf die Stimmen aus der Provinz gehört hat

Abschließend kann mit den Schüler:innen folgende Frage diskutiert werden:

„Gibt es Filterblasen, die euch in eurem Umfeld aufgefallen sind?“

Downloadbereich & Links:

ARBEITSBLATT_Werbeprofil    W  P

ARBEITSBLATT_Filterblasen    W  P

ARTIKEL Filterblase? Selbst schuld! (Süddeutsche Zeitung)

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Smartphones, iPads oder Tablets
  • Plakat/Stifte
  • Video
  • Whiteboard/Beamer
  • Texte

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

1. Quiz, offenes Unterrichtsgespräch: Die Lehrkraft lässt die Schüler:innen zum allgemeinen Einstieg mit ihren Smartphones/iPads/Tablets das Kahoot!-Quiz „Was wisst ihr über Datenschutz?“ mit acht Fragen zum Thema durchführen. Die Jugendlichen spielen das Quiz entweder alleine oder auch in Gruppen gegeneinander.

Kahoot!-Quiz: Für das Spiel wird kein Kahoot-Account benötigt. Es sollte allerdings die Möglichkeit bestehen, das Quiz über ein Smartboard oder einen angeschlossenen Beamer für alle im Klassenraum sichtbar zu machen. Die Lehrkraft öffnet die Quizmoderation und startet das Spiel über den Button oben rechts „Play as guest“. Nach der Auswahl eines Spielmodus generiert Kahoot! einen Spielcode („Game PIN“). Die Schüler:innen öffnen auf ihren Smartphones/iPads/Tablets nun den Spielmodus des Quiz (https://kahoot.it), geben den Spielcode ein und melden sich mit einem selbstgewählten Benutzernamen an. Angemeldete Spieler:innen werden auf dem Bildschirm angezeigt und sobald alle anwesend sind, kann die Lehrkraft das Spiel starten.

KAHOOT!-Quiz – Link für Lehrkräfte: Starten des Kahoot!-Quiz „Was wisst ihr über Datenschutz?“ und Generieren eines Spielcodes

KAHOOT!-Quiz – Link für Schüler:innen: Teilnehmen am Kahoot!-Quiz „Was wisst ihr über Datenschutz?“

Die Ergebnisse des Quiz können gemeinsam in der Klasse ausgewertet und besprochen werden. Welche Fragen waren leicht, welche schwerer zu beantworten? An dieser Stelle kann auch diskutiert werden, welchen Stellenwert das Thema Datenschutz im Leben der Schüler:innen hat. War und ist das für sie ein wichtiges Thema?

2. Video, Partnerarbeit: Die Schüler:innen schauen sich den Clip Ich habe doch eh nichts zu verbergen an. Zu zweit überlegen sie, warum Privatsphäre wichtig ist. Warum sollten wir sie schützen? Was würde sich verändern, wenn wir z. B. wüssten, dass jemand permanent „mitliest“?

Mögliche Argumente:

  • Freie Meinungsäußerung
  • Persönliche Entfaltung
  • Etwas Neues lernen / tue ich eher, wenn ich mich nicht beobachtet fühle
  • Eigene Sexualität und sexuelle Orientierung erkunden
  • Sich ausprobieren (z. B. ein neues Hobby)

3. Einzelarbeit, Text & Arbeitsbatt: Dass einige dieser Daten durchaus relevant sind und zur Überwachung von Millionen Menschen genutzt werden, haben die Enthüllungen von Edward Snowden gezeigt. Der ehemalige NSA-Mitarbeiter wurde als Whistleblower 2013 weltberühmt: Er hat offengelegt, welches Ausmaß die weltweite Überwachungspraxis der USA angenommen hatte bzw. hat.

Die Schüler:innen lesen den Artikel Das sind Snowdens wichtigste Enthüllungen von Judith Horchert und Ole Reißmann (DER SPIEGEL online, 2014) und beantworten die Fragen auf dem Arbeitsblatt „Snowden“.

ARBEITSBLATT_Snowden    W  P

Mögliche Zusatzaufgabe – Text, Gruppenarbeit:

Die Schüler:innen lesen den Artikel Adblocker, VPN und Co.: 8 Tipps für weniger Spuren im Netz von Patrick Fam (RND – Redaktionsnetzwerk Deutschland, 2019) und gestalten Plakate zum Thema „Spurenlos im Netz“.

Downloadbereich & Links:

ARBEITSBLATT_Snowden    W  P

ARTIKEL Das sind Snowdens wichtigste Enthüllungen (DER SPIEGEL online)

ARTIKEL Adblocker, VPN und Co.: 8 Tipps für weniger Spuren im Netz (RND – Redaktionsnetzwerk Deutschland)

KAHOOT!-Quiz – Link für Lehrkräfte: Starten des Kahoot!-Quiz „Was wisst ihr über Datenschutz?“ und Generieren eines Spielcodes

KAHOOT!-Quiz – Link für Schüler:innen: Teilnehmen am Kahoot!-Quiz „Was wisst ihr über Datenschutz?“

 

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Video
  • Beamer/Whiteboard
  • Texte

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

Nicht nur die Follower*innen können mit den Informationen, die auf Profilen zu finden sind, möglicherweise etwas anfangen. Besonders interessiert an den Daten sind die Plattformen selbst. In dieser Aufgabe soll es um das Sammeln und Verarbeiten von Daten durch große Plattformen gehen.

1. Offenes Unterrichtsgespräch: Zum Einstieg wird der Satz „Das Internet vergisst nicht“ an die Tafel bzw. das Whiteboard projiziert. Die Schüler:innen besprechen ihre Gedanken dazu.

2. Video, Diskussion: Die Schüler:innen schauen den Clip Wieviel weiß das Internet? | Tomatolix | #deineKontrolle (bei 2:35 stoppen)

Über folgende Fragen könnte kurz diskutiert werden:

  • Welche Erkenntnisse über die eigenen Daten haben Tomatolix besonders überrascht (Google & Facebook)? 
  • Was meint Tomatolix mit der Aussage, dass er „mit seinen Daten bezahlt“?
  • Wie verhält er sich, seitdem er sich mehr mit dem Thema beschäftigt?

Optional: Ggf. kann zum Schluss noch das Thema „Cookies“ aufgegriffen werden, das zum Schluss des Clips genannt wird. Einen guten Einblick in das Thema bietet das Video Was sind Cookies? - Deeplink - ARD Ratgeber Internet - Das Erste.

3. Einzelarbeit, Text & Arbeitsblatt: Dass unsere Daten oft auch von Firmen ausgewählt werden, die von uns dafür gar keine Einverständnis bekommen haben, zeigt das aktuelle Beispiel des Unternehmens „Clearview“. Die Schüler:innen lesen den Artikel Die Firma, die uns alle identifizieren will von Lisa Hegemann (ZEIT ONLINE, 2020) und beantworten mithilfe des Arbeitsblattes „Clearview“ die Fragen zum Text.

ARBEITSBLATT_Clearview    W  P

4. Gruppenarbeit, Talkshow: Zum Abschluss veranstalten die Schüler:innen in Kleingruppen eine Talkshow zum Thema „Gesichtserkennung – ja oder nein?“.

Folgende Rollen müssen besetzt werden:

  • Moderator:in (ggf. durch die Lehrkraft)
  • Polizist:in
  • Datenschützer:in
  • Gründer:in Clearview

Ggf. Können noch weitere Rollen (Bürger:in, Politiker:in) hinzugefügt werden.

Die Schüler:innen entwickeln in Kleingruppen Argumente für die jeweilige Position und besprechen, wie der:die Repräsentant:in die Information am besten kommuniziert.

Weiterführende Artikel, die für die Recherche genutzt werden können: Sollte öffentliche Gesichtserkennung verboten werden? von Kevin Kyburz (Techgarage, 2019).

Am Ende kann das Publikum (die Klasse) abstimmen, welche Position es überzeugender fand. Die Ergebnisse sollten reflektiert und gesichert werden.

Downloadbereich & Links:

ARBEITSBLATT_Clearview    W  P

ARTIKEL Die Firma, die uns alle identifizieren will (ZEIT ONLINE)

ARTIKEL Sollte öffentliche Gesichtserkennung verboten werden? (Techgarage)

Kompetenzen:

  • Diskutieren
  • Analysieren
  • Erfahrungen austauschen
  • Sich positionieren

Material:

  • Video
  • Beamer/Smartboard
  • Texte

Möglicher Ablauf und didaktische Hinweise:

1. Offenes Unterrichtsgespräch: Zum Einstieg wird die Überschrift „Recht auf Vergessenwerden“ an die Tafel geschrieben bzw. an das Smartboard projiziert. Die Schüler:innen schildern ihre Assoziationen oder ggf. ihr Wissen zu dem Thema.

2. Video, Einzelarbeit, Text & Arbeitsblatt: Die Schüler:innen schauen den Clip Bundesverfassungsgericht: "Recht auf Vergessen" - mit Einschränkungen.

Zur Vertiefung des Themas lesen sie den Artikel Gibt es ein Recht auf Vergessen? vom Autorenteam iRights.Lab (Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, 2017) und beantworten im Anschluss die Fragen auf dem Arbeitsblatt „Recht auf Vergessenwerden“.

ARBEITSBLATT_Recht auf Vergessenwerden    W  P

Im Anschluss werden die Antworten besprochen.

3. Diskussion: Abschließend kann diskutiert werden, was die Schüler:innen vom Recht auf Vergessenwerden halten. Sehen es sie es generell kritisch, dass viele Daten (auch von ihnen) für immer im Netz sind? Hat diese Vorstellung einen Einfluss darauf, was sie posten?

Downloadbereich & Links:

ARBEITSBLATT_Recht auf Vergessenwerden    W  P

ARTIKEL Gibt es ein Recht auf Vergessen? (Bundeszentrale für politische Bildung/bpb)

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Lennart Hesse-Sörnsen ist Medienwissenschaftler, arbeitet als freier Medienpädagoge und ist Experte für Cybermobbing. Er gibt Workshops für Schüler:innen zu Datenschutz & Fake News und arbeitet im Projektmanagement bei JUUUPORT, einer Beratungsplattform für junge Menschen bei Problemen im Netz. Seit Anfang 2020 ist er Prüfer bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen.

[Bild: privat]
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