Lernmodul

Do It Yourself!

Dokumentarfilm im Unterricht 4

Luc-Carolin Ziemann

CC BY-SA 4.0 / Herausgeber: Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen, Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, VISION KINO, 12/2021

Das Lehrmaterial Dokumentarfilm im Unterricht ist ein modularer Baukasten zur pädagogischen Adaption.

Das Modul 4 Do It Yourself! Mit kreativen Aufgaben dokumentarische Arbeitsweisen nachvollziehen versammelt weiterführende praktische Anregungen und Aufgaben, die es den Schüler:innen ermöglichen, sich kreativ und produktiv mit einem gesehenen Film und filmgestalterischen Prozessen auseinanderzusetzen.

Das Lehrmaterial Dokumentarfilm im Unterricht ist geeignet ab Jahrgangsstufe 5, für die Sekundarstufen I und II sowie für die außerschulische Jugendarbeit.

Konzeption des Materials

Wie können Dokumentarfilme in der Schule eingesetzt und analysiert werden? Das vorliegende Material bietet dafür Anregungen, Hintergrundinformationen und konkrete methodische Vorschläge. Es ist, unabhängig von konkreten Filmbeispielen, so konzipiert, dass es sich für die Arbeit mit künstlerischen Dokumentarfilmen gleichermaßen in unterschiedlichen Fächern, aber auch in der außerschulischen Bildung einsetzen lässt.

Dokumentarfilme fokussieren und hinterfragen meist gesellschaftliche Gegebenheiten oder Phänomene. Der Blick der Filmemacher:innen auf ihr Thema und die Art und Weise, wie sie dieses filmkünstlerisch umsetzen, erlauben dem Publikum oft eine neue, überraschende und manchmal augenöffnende Perspektive auf die Realität.[0]

Die Integration von Dokumentarfilmen in den Unterricht und in außerschulische Bildungskontexte trägt deshalb dazu bei, dass sich Schüler:innen bewusst mit der Frage auseinandersetzen, wie Medien Realität wiedergeben, sie aber zugleich auch formen. Die intensive Beschäftigung mit künstlerischen Dokumentarfilmen bringt nicht nur auf ansprechende Weise neue Themen und Perspektiven in den Unterricht ein, sondern schult auch die medienkritische Auseinandersetzung mit (Dokumentar-)Filmen. Offenkundig wird nicht zuletzt, dass hinter jedem Film ein eigener, persönlicher Blick auf und eine Haltung zur Realität steht.

Anknüpfungspunkte für die Arbeit mit Dokumentarfilmen finden sich in den Rahmenlehrplänen aller Fächer. Prädestiniert sind das Fach Deutsch bzw. die sprachlichen Fächer unter dem Stichpunkt „Filmisches Erzählen“, das Fach Kunst sowie die Gesellschaftswissenschaften. Darüber hinaus können Dokumentarfilme in praktisch allen Fächern eingesetzt werden, um Unterrichtsthemen zu erschließen und zu vertiefen. Zugleich bietet sich so die Möglichkeit, das Medium selbst kritisch in den Blick zu nehmen, zu reflektieren und fachliche Inhalte mit Medienkompetenzförderung zu verbinden.

Das Material ist in vier Module gegliedert. Jedes der Module enthält einführende Hintergrundtexte, die als Wissensressource für Lehrkräfte, aber auch als Quellen für Schüler:innen gedacht sind, sowie vielfältige Aufgaben zu den jeweiligen Schwerpunkten und kompakte Unterrichtseinheiten, die die Meinungsbildung – zum Film und den darin behandelten Themen – unterstützen:

Im Modul 1 Dokumentarfilm – Umgang mit der Wirklichkeit geht es um Grundsätzliches: Was ist ein Dokumentarfilm und wie unterscheidet er sich von einem Spielfilm und anderen dokumentarischen Formaten? Wie hat sich der Dokumentarfilm historisch entwickelt und welche verschiedenen Herangehensweisen gibt es? In welchem Verhältnis steht der Dokumentarfilm zur Wirklichkeit, die er abbilden will? Welche Zugänge bieten sich an, um Dokumentarfilme inhaltlich zu erschließen, zu analysieren und kritisch zu hinterfragen?

Im Modul 2 Filmgestalterische Mittel im Dokumentarfilm liegt der Fokus auf der Frage, wie auch Dokumentarfilme durch den bewussten Einsatz filmischer Gestaltungsmittel ihre Geschichten erzählen und die Wahrnehmung des Publikums lenken. Wie gelingt es Dokumentarfilmen, die „Wirklichkeit“ wiederzugeben und Authentizität und Glaubwürdigkeit herzustellen? Wie kann eine unbekannte und fern anmutende Welt durch Bildgestaltung, Ton und Montage plötzlich ganz nah wirken? Wie werden Archivmaterialien, Animationen oder auch inszenierte Szenen in einen Dokumentarfilm integriert? Und wie prägt ein Off-Kommentar die Filmerzählung?

Das Modul 3 Wie ein Dokumentarfilm entsteht gewährt einen „Blick hinter die Kulissen“ und beschreibt zunächst die Phasen und typischen Abläufe einer professionellen Dokumentarfilmproduktion von der ersten Idee bis zum fertigen Film. Parallele Exkurse für filminteressierte Schüler:innen ergänzen, was bei Dokumentarfilmprojekten mit Jugendlichen in den einzelnen Entstehungsschritten zu beachten ist und wie diese angegangen werden können.

Das Modul 4 Do It Yourself! Mit kreativen Aufgaben dokumentarische Arbeitsweisen nachvollziehen versammelt weiterführende praktische Anregungen und Aufgaben, die es den Schüler:innen ermöglichen, sich kreativ und produktiv mit einem gesehenen Film und filmgestalterischen Prozessen auseinanderzusetzen.

Der modulare Aufbau des Materials und gezielt gesetzte Querverweise gestatten es, sich aus den Aufgabenkomplexen je nach Erkenntnisinteresse und Lernziel auch eigene Unterrichtspläne zusammenzustellen. Wählen Sie dafür die Aufgabenvorschläge aus, die Ihnen für die Arbeit mit Ihrer Klasse und für den gegebenen Zeitrahmen sinnvoll erscheinen, und wandeln Sie diese wenn nötig ab, damit sie sich in Ihren Unterricht optimal einfügen.

Da das Material variabel für verschiedene Einsatzzwecke, Altersstufen und Filme eingesetzt werden kann, wird auf detaillierte Altersdifferenzierungen und Zeitvorgaben der Aufgaben verzichtet.

Auch die Frage, ob die Aufgaben in Einzel-, Partner:innen- oder Gruppenarbeit bearbeitet und ob sie mündlich oder schriftlich erledigt werden sollen, können Lehrkräfte nach Abwägung möglicher Alternativen selbst entscheiden.

Neben diesem grundlegenden Unterrichtsmaterial gibt es viele empfehlenswerte Handreichungen für einzelne Filme, die jeweils mit umfangreichem Hintergrundmaterial und konkreten Aufgaben ausgestattet sind.

Auf www.vision-kino.de und www.kinofenster.de können Sie einen Großteil der vorhandenen Film-Begleitmaterialien recherchieren.

Modul 4 Do It Yourself! Mit kreativen Aufgaben dokumentarische Arbeitsweisen nachvollziehen
Für Lehrer:innen und Schüler:innen ab Jahrgangsstufe 5

Altersempfehlung:
ab Jahrgangsstufe 5; den Vorerfahrungen und der Kompetenzentwicklung in der Lerngruppe angemessen, sollte der Prozess durch die Lehrperson gegebenenfalls entsprechend stärker vorstrukturiert und angeleitet werden.

(Zusatz-)Material:
Materialien, die für einzelne Aufgaben benötigt werden, sind jeweils dort aufgeführt

Filmdidaktische Hinweise:
Es ist auch möglich, dass die Schüler:innen je nach Neigung selbst aus einer Anzahl der Aufgaben auswählen, sodass zu einem Film unterschiedliche Lernprodukte entstehen.

A 1 – Vergleichendes Fotoprojekt über die Kraft der Bildgestaltung

(Zusatz-)Material:
Fotokameras bzw. Smartphones, Laptop, Drucker oder Beamer/Smartboard für die Projektion der Bilder

Filmdidaktische Hinweise:
Die Aufgabe kann vor oder nach einer Filmsichtung bearbeitet werden.

Findet einen Platz an eurer Schule, der euch

  • besonders gut gefällt oder
  • gar nicht gefällt

und setzt ihn per Foto ins Bild. Überlegt genau, wie ihr das Foto gestaltet, damit allein durch die Bildgestaltung (z. B. der Wahl von Perspektive, Bildausschnitt, Lichtgestaltung) und ohne erklärende Worte deutlich wird, ob euch dieser Platz gefällt oder nicht.

Nun finden sich die Schüler:innen in Zweier-Teams zusammen, wobei darauf zu achten ist, dass Paarungen entstehen, die unterschiedliche Orte ausgewählt haben.

In einem zweiten Schritt fotografieren die Schüler:innen den Ort, den ihr Gegenüber ausgewählt hat, versuchen ihn dabei allerdings in ein „anderes Licht zu setzen“ und sich darauf zu konzentrieren, durch die Bildgestaltung den gegenteiligen Eindruck zu erzeugen.

Wenn alle Fotografien fertig sind, werden die Bilder in Paaren im Klassenraum ausgestellt, sodass im Direktvergleich die Unterschiede in der Bildgestaltung deutlich erkennbar werden.

Variante

Findet einen Platz an eurer Schule, der euch besonders gut gefällt und setzt ihn per Foto ins Bild. Überlegt genau, wie ihr das Foto gestaltet, damit – ohne weitere erklärende Worte – deutlich wird, warum euch dieser Platz so sehr zusagt!

Stellt alle entstandenen Bilder im Klassenraum aus (als Papier-Ausdruck oder auch auf der digitalen Tafel). Nun bekommt jedes Bild eine:n Patin:Paten (nicht die:den Fotografin:Fotografen), die:der das Bild beschreibt und deutet. Besonderes Augenmerk sollte darauf liegen, wie der Ort ins Bild gesetzt wurde und wie die Bildgestaltung den Ort für die Betrachtenden prägt.

Im Anschluss äußert sich der:die Fotogra:fin des Bildes dazu, warum die Wahl auf diesen Ort und diese Darstellungsweise gefallen ist. 

A 2 – Filmplakat

(Zusatz-)Material:
Das Plakat des Films; die Plakate vieler Produktionen sind im Internet zu recherchieren

Filmdidaktische Hinweise:
Teil 1 der Aufgabe (Plakatgestaltung und Erwartungshaltungen) sollte vor der Filmsichtung bearbeitet werden.

Plakatgestaltung und Erwartungshaltungen

Das Filmplakat wird einer kritischen Revision unterworfen. Was für einen Film erwarten die Schüler:innen, wenn sie sich das Plakat anschauen? Worauf gründen sie ihre Vermutung (Fotomaterial, Filmtitel, Gestaltung etc.)?

Es empfiehlt sich, das Feedback in seinen zentralen Punkten zu notieren, damit die Klasse nach der Filmsichtung noch einmal darauf zurückgreifen und überprüfen kann, inwieweit sich die angestellten Vermutungen bestätigt haben.

Ein alternatives Filmplakat entwerfen

Nachdem sie den Film betrachtet haben, entwerfen die Schüler:innen alternative Filmplakate, die im Anschluss in der Schule ausgestellt werden können.

A 3 – Steckbrief

Filmdidaktische Hinweise:
Die Aufgabe eignet sich für die Auseinandersetzung mit Protagonist:innen, über die weiterführende Informationen entweder bekannt sind oder z. B. im Internet recherchiert werden können.

Die Schüler:innen erstellen einen Steckbrief von Protagonist:innen des Films. Berücksichtigt werden sollte dabei nicht nur, was sich im Film über die Person erfahren lässt. Vielmehr soll für den Steckbrief gerade auch darauf geachtet und dazu recherchiert werden, welche grundsätzlich spannenden und wichtigen Informationen der Film nicht gibt.

Zusatzfrage: Wie würden diese „fehlenden Informationen“ den Film oder seine Aussage verändern, wenn sie im Film berücksichtigt worden wären?

A 4 – Schaubild zu einem Thema des Films

Oft behandeln Dokumentarfilme komplexe gesellschaftliche Themen. Um sich mit einem oder mehreren Themen des Films ausführlicher zu beschäftigen, bietet es sich an, ein Schaubild in Form einer Mindmap oder einer Grafik zu erstellen.

In diesem Schaubild können die Informationen gesammelt und aufbereitet werden, die sich dem Film entnehmen lassen; zusätzlich lässt sich das Schaubild durch weitere Recherche ergänzen. Bei der Ausarbeitung des Schaubilds sollte bedacht werden, dass auch Personen, die den Film (noch) nicht gesehen haben, damit etwas anfangen können.

Behandelt der Film mehr als ein Thema (oder mehrere Unterthemen), kann sich die Gruppe aufteilen und verschiedene Themen bearbeiten. So entsteht am Ende eine Reihe informativer Schaubilder zu den Themen des Films, die in der Schule ausgestellt werden können.

A 5 – Zeitzeugen- oder Expert:innengespräch zum Film führen

(Zusatz-)Material:
Aufnahmegeräte für Ton oder ggf. Video und ein Schnittprogramm, je nachdem, wie umfangreich die Aufgabe angelegt wird

Ein Film kann Anlass sein, sich weiter zum Thema zu informieren und dazu mit Zeitzeug:innen oder Expert:innen ein Gespräch zum Film bzw. zum Thema des Films zu führen. Dieses Gespräch kann verschiedene Formen haben:

  • Informelles Gespräch, das durch Recherche zu den jeweiligen Gesprächspartner:innen vorbereitet, aber nicht aufgezeichnet wird.
  • Interview, für das nach einer Recherche konkrete Interviewfragen formuliert und den Gesprächspartner:innen gestellt werden. Ein Interview lässt sich auf verschiedene Arten medial weiter verwerten. Zu beachten ist aber, dass jegliche mediale Verwertung eines Interviews vorab mit dem Gegenüber abgestimmt werden muss, auch wenn es „nur“ um die Veröffentlichung in einer Schülerzeitung gehen sollte.

Es ist in jedem Fall sinnvoll, das fertige Interview den Gesprächspartner:innen vor der Veröffentlichung noch einmal zuzusenden, damit sie es freigeben.

In Textform

Auch für die Textform sollte das Interview als Audiofile aufgezeichnet werden (das ist mit jedem Smartphone möglich), dann wird es transkribiert und meist auch gekürzt.

Als Radiointerview/Podcast

Für diese Form braucht ihr eine Möglichkeit der Audioaufzeichnung, die auf jeden Fall eine gute Qualität haben sollte. Nutzt also, wenn möglich, Mikrofone und achtet vor allem darauf, dass keine störenden Umgebungsgeräusche die Aufnahme beeinträchtigen. Radiointerviews und Podcasts werden im Idealfall gar nicht so sehr nachbearbeitet und geschnitten, plant daher von Anfang an nicht zu viele Fragen ein, damit euer Interview nicht zu lang wird.

Als Video-Interview

Wer über die nötige Aufnahmetechnik verfügt, kann das Interview auch mit einer oder mehreren Videokameras aufzeichnen. Um hier ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist aber einiges an Aufnahmetechnik nötig und ihr braucht mehrere Menschen „am Set“, die die Technik bedienen (können). Auch die Nachbearbeitung (der Schnitt) ist dann komplizierter.

Eine Alternative dazu kann ein Video-Interview sein, dass ihr über eine Videokonferenz-Software führt und aufzeichnet. In diesem Falle ist das technische Handling sehr viel einfacher und ihr könnt ein solches Gespräch auch mit Personen führen, die sich nicht am gleichen Ort befinden.

Auch hier gilt für alle Varianten der Veröffentlichung (besonders im Internet): Holt euch dafür zuvor die Genehmigung bei euren Interviewpartner:innen ein!

A 6 – Neuvertonung einzelner Filmszenen

Um die Bedeutung eines begleitenden Off-Kommentars ganz praktisch zu erfahren, kann ein bereits gesichteter Film in Teilen mit einem neuen bzw. einem anderen Kommentar versehen werden. Wer möchte, kann diese Übung auch mit alternativer Musik oder sogar einer nachsynchronisierten Dialogszene ausführen.

A 7 – Filmrezension

(Zusatz-)Material:
Ggf. Anleitung, um eine Filmrezension zu verfassen; Tipps finden sich auf den folgenden Webseiten:

Die Schüler:innen verfassen eine Filmrezension, die sich darauf konzentriert, wie und auf welche Weise es dem Film gelingt, die Realität abzubilden.

A 8 – Kamera läuft! Handlungsorientierte Szenenanalyse

(Zusatz-)Material:
Die DVD des Films steht zur Verfügung, damit einzelne Szenen nochmals gesichtet werden können

Filmdidaktische Hinweise:
Idealerweise sollten Szenen ausgesucht werden, bei denen die Kamera/s eine beobachtende Position einnimmt/einnehmen (also keine Interviewszenen) und in denen sich eine wichtige emotionale Entwicklung anbahnt - kurz: eine Szene, bei der sich die Frage stellt: „Wie war es wohl, sich in diesem Moment filmen zu lassen?“

Die Schüler:innen teilen sich in Kleingruppen auf. Jede Kleingruppe bearbeitet eine Szene, die als Ausschnitt zur Verfügung steht. Zuerst wird die Szene mehrfach gesichtet, um herauszufinden, wie die Situation hinter der Kamera ausgesehen haben könnte.

Folgende Fragen können helfen, sich vorzustellen, wie die Szene gedreht wurde:

  • Wie könnte die Drehsituation zu dieser Szene ausgesehen haben?
  • Mit wie vielen Kameras wurde parallel gedreht?
  • Von welchen Standorten aus haben die Kameras die Szene aufgenommen?
  • Wie wurde das Bild eingerichtet? Welche Regieanweisungen könnte es gegeben haben?
  • Wie ist der Ton aufgenommen worden?
  • Was heißt das, bezogen auf diese Szene, für die Größe des Teams (Ton- und Bildaufzeichnung, Regie) hinter der Kamera?

Nun stellen die Kleingruppen die ausgesuchten Szenen nach. Dabei versetzen sich die Schüler:innen in die Lage der Protagonist:innen vor und des Filmteams hinter der Kamera. Im Anschluss tauschen sich die Schüler:innen darüber aus, wie sie die Situation empfunden haben:

  • Wie wirkt eine solche Aufnahmesituation auf die beteiligten Personen?
  • Was heißt es, sich in einem Moment wie diesem filmen zu lassen?

Zusammenführung

Nachdem alle Gruppen ihre Szene geprobt haben, kommt die Klasse wieder zusammen und gemeinsam werden alle „Vorbildszenen“ und direkt anschließend die nachgestellten Szenen dem Plenum vorgespielt. Danach gibt es die Möglichkeit, die Szene zu reflektieren und darüber zu sprechen, wie viel hinter der Kamera einer gedrehten Szene eines Dokumentarfilms passiert, was in dem sichtbaren Filmausschnitt kaum noch sichtbar ist.

Onlineportale zur Filmbildung

    Dokumentarfilmfestivals mit Bildungsangeboten

    Literaturauswahl zum Thema Filmbildung

    • Bergala, Alain:Kino als Kunst – Filmvermittlung an der Schule und anderswo. Marburg: Schüren-Verlag 2006.
    • Bienk, Alice:Filmsprache – Einführung in die interaktive Filmanalyse (inkl. DVD mit 120 Ausschnitten aus 60 Filmklassikern). Marburg: Schüren-Verlag 2008.
    • Faulstich, Werner:Grundkurs Filmanalyse. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag 2013.
    • Ganguly, Martin:Filmanalyse. Themenheft 8.–13. Klasse. Stuttgart: Klett 2011.
    • Hildebrand, Jens:Film: Ratgeber für Lehrer. Köln: Aulis Verlag Deubner 2006.
    • Kammerer, Ingo / Kepser, Matthis:Dokumentarfilm im Deutschunterricht. Baltmannsweiler: Schneider Verlag 2014.
    • Kamp, Werner / Rüsel, Manfred:Vom Umgang mit Film. Berlin: Volk und Wissen 2004.
    • Klant, Michael / Spielmann, Raphael:Grundkurs Film 1. Kino, Fernsehen, Videokunst – Materialien für den Sekundarbereich 1 und 2. Braunschweig: Schroedel-Verlag 2008.
    • Klant, Michael:Grundkurs Film 3. Die besten Kurzfilme (dazu passend: DVD mit 18 Kurzfilmen). Braunschweig: Schroedel-Verlag 2012.
    • Koebner, Thomas (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Films. Stuttgart: Reclam-Verlag 2007.
    • Lipp, Thorolf:Spielarten des Dokumentarischen. Einführung in die Geschichte und Theorie des Nonfiktionalen Films. Marburg: Schüren-Verlag 2016.
    • Monaco, James:Film verstehen. Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der neuen Medien. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2009.
    • Müller, Arnold Heinrich:Geheimnisse der Filmgestaltung. Berlin: Schiele und Schön 2010.
    • Müller-Hansen, Ines:Arbeitsbuch Film. Kopiervorlagen zur Geschichte, Analyse und Produktion von Filmen. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr 2014.
    • Munaretto, Stefan:Wie analysiere ich einen Film? Hollfeld: Bange Verlag 2009.
    • Pfeiffer, Joachim / Staiger, Michael:Grundkurs Film 2: Filmkanon, Filmklassiker, Filmgeschichte. Braunschweig: Schroedel-Verlag 2010.
    • Schröter, Erhart:Filme im Unterricht – Auswählen, analysieren, diskutieren. Weinheim: Beltz Verlagsgruppe 2009.
    • Steinmetz, Rüdiger:Die Grundlagen der Filmästhetik. Filme sehen lernen 1 (2006). Licht, Farbe, Sound. Filme sehen lernen 2 (2008). Filmmusik. Filme sehen lernen 3 (2011). Interaktive DVDs mit Begleitbuch. Leipzig: Zweitausendeins.
    • Straßner, Veit:Filme im Politikunterricht. Wie man Filme professionell aufbereitet, das filmanalytische Potenzial entdeckt und Lernprozesse anregt – mit zehn Beispielen. Für die Sekundarstufe II. Frankfurt am Main: Wochenschau Verlag 2013.
    • Vinyard, Jeremy:Crashkurs Filmauflösung – Kameratechniken und Bildsprache des Kinos. Leipzig: Zweitausendeins 2010.
    • Vision Kino (Hg.):Schule im Kino – Praxisleitfaden zur Filmbildung für Lehrkräfte, https://www.visionkino.de/unterrichtsmaterial/leitfaeden (abgerufen am 06.12.2021).
     

    0Damit unterscheiden sich künstlerische Dokumentarfilme von formatierten Medienangeboten wie Reportagen, TV- oder Web-Dokus oder Lehrfilme, bei denen es weniger um die Form und Herangehensweise, sondern vor allem um den Inhalt geht.

    Autorin

    Luc-Carolin Ziemann studierte Kultur-, Politik- und Medien- und Kommunikationswissenschaften in Leipzig und Hamburg. Sie arbeitet für verschiedene Filmfestivals, kuratiert Filmprogramme und andere Formate (u .a. für DOK Leipzig, Werkleitz Festival, Westend Festival, Filmfest Dresden, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Filmfestival Heimat Europa, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Kulturstiftung des Bundes). Seit 2009 arbeitet sie auch verstärkt im Vermittlungsbereich, leitet das Filmvermittlungsprogramm von DOK Leipzig, gibt Jugendworkshops, Lehrer:innenfortbildungen und ist Autorin diverser medienpädagogischer Publikationen (u. a. für VISION KINO, kinofenster.de, Deutsche Filmakademie). 2010 schloss sie das berufsbegleitende Masterstudium „Kulturen des Kuratorischen“ an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ab. Als Mitglied der Auswahlkommission von DOK Leipzig ist sie seit 2018 für das Wettbewerbsprogramm mitverantwortlich.

    [Bild: privat]
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