Veranstaltung

21. Gautinger Internettreffen

MEDIEN. POP. KULTUR. Zum Einfluss von Kinder- und Jugend-Trends auf die pädagogische Arbeit

Fachtagung / Online-Konferenz, 22.03.–24.03.2021

Die Fachtagung Gautinger Internettreffen wurde 2000 vom Institut für Jugendarbeit und dem SIN – Studio im Netz initiiert und findet seither jährlich statt, normalerweise im Institut Gauting. In diesem Jahr findet die Fachtagung ausschließlich online statt. Die Tagung wendet sich sowohl an medienpädagogische Fachkräfte als auch an Sozialpädagon*innen, die mit Kindern und Jugendlichen Medienangebote durchführen. Sie ist zudem als Fortbildung für Lehrkräfte anerkannt.

Ankündigung von SIN – Studio im Netz:

„Ob Filme, Serien oder Games: Erfolgreiche Medienproduktionen sind stets auch popkulturelle Events, die die Kinder- und Jugendkultur enorm beeinflussen. Einige Hypes verschwinden rasch wieder, andere Figuren genießen jahrelange Popularität. Klassiker wie Star Wars, Super Mario und Marvels Superhelden kennen viele Erwachsene noch aus ihrer Kindheit. Bei der jungen Generation spielen verständlicherweise auch neuere Angebote wie Fortnite und Die Eiskönigin eine bedeutende Rolle. Gemeinsam ist all diesen Marken und Figuren, dass sie crossmedial verbreitet und vermarktet werden und dass die Medienereignisse mithilfe der flankierenden Merchandising-Produkte zu allumfassenden Hypes werden.

Diese medial verbreiteten Trends erreichen auch den pädagogischen Alltag und erfordern somit eine stets zeitgemäße Auseinandersetzung mit den jeweiligen Inhalten. Hinzu kommen Social-Media-Stars und Influencer, die in den Kinder- und Jugendzimmern omnipräsent sind und als Vorbilder und Rollenmodelle fungieren, wenngleich mit oft zweifelhaften Intentionen. Wie sich politische Inhalte online verbreiten, zeigten die Online-Aktivitäten zu #FridaysForFuture und #BlackLivesMatter sowie die Video des YouTubers Rezo. Die mediale Beeinflussung betrifft also Meinungen und Einstellungen ebenso wie das Konsum- und Kaufverhalten.

Gravierende Veränderungen finden auch auf technischer Ebene statt: Neue Geräte (z. B. Smart-Phones & -Watches) und Plattformen (Netflix, Spotify, Steam) bestimmen das Mediennutzungsverhalten, der Verkauf von Datenträgern wurde durch Downloads und Streams abgelöst. Daraus ergeben sich nicht nur für die Pädagogik, sondern auch für den Jugendmedienschutz und die Regulierungsorgane stets neue Herausforderungen. Können [sich] nationalstaatliche Kontrollversuche in Zeiten globaler Vertriebswege überhaupt noch Wirksamkeit entfalten? Oder muss der Jugendmedienschutz politisch ganz neu definiert werden?

Wir werden erörtern, welche Folgen sich daraus für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ergeben: 

  • Müssen pädagogische Fachkräfte stets „up to date“ sein, um einen reflektierten Blick auf neue Trends vermitteln zu können?
  • Kommt der Kinder- und Jugendarbeit die Rolle einer bedeutenden Schnittstelle zu, um die wachsende Kluft zwischen schulischem Leben und der alltäglichen Mediennutzung zu verringern?
  • Wie lassen sich intergenerative Differenzen überwinden?
  • Wie können die Möglichkeiten der aktiven Medienarbeit genutzt werden, um die neuen Entwicklungen konstruktiv aufzugreifen?

Mit diesen Fragen und Themen setzen wir uns beim 21. Gautinger Internettreffen auseinander und versuchen, im bewährten Mix aus theoretischen Impulsen und praktischen Handlungsanleitungen wertvolle Anregungen für den pädagogischen Alltag zu vermitteln.“

Die Fachtagung findet vom 22.–24.03.2021 statt. Weitere Informationen zu den Inhalten, den Teilnahmegebühren sowie die Anmeldung zur Online-Konferenz finden sich direkt auf der Website des SIN – Studio im Netz.